Möbel und Accessoires

Praktische Aufbewahrung im Kleiderschrank mit IKEA-Systemen

Warum ein durchdachtes IKEA-Schranksystem sinnvoll ist

Ein aufgeräumter Kleiderschrank spart Zeit und Nerven. IKEA bietet mit dem PAX-System eine flexible Lösung, die sich an jede Raumgröße anpassen lässt. Die Grundschränke kosten je nach Größe zwischen 150 und 400 Euro – ein Kleiderschrank mit 100×201 cm ist aktuell für 299 Euro zu haben. Dazu kommen Einlegeböden (15 Euro), Kleiderstangen (ca. 20 Euro) und Schubladen-Einsätze (ab 40 Euro). Entscheidend ist die Planung: Messen Sie vor dem Kauf genau die Nischenhöhe und -tiefe aus. Ein typischer Fehler ist ein zu flacher Schrank – PAX ist 35, 50 oder 58 cm tief, für dicke Winterjacken sollten Sie mindestens 58 cm wählen.

Neben PAX gibt es die KALLAX-Regale (etwa 80×80 cm für 69 Euro), die sich mit Türen und Einsätzen zum Kleiderschrank umfunktionieren lassen. Der Vorteil: Sie sind kostengünstiger und offener, was schnelleren Zugriff ermöglicht. Allerdings sammelt sich Staub – Abhilfe schaffen Türen oder Vorhänge. Für kleine Budgets eignen sich auch die einfachen TROMMA-Kleiderständer (ab 20 Euro) oder Kombinationen aus IVAR-Regalen (ab 25 Euro) und Kleiderstangen. Wichtig ist, den verfügbaren Platz effizient zu nutzen und die Höhe des Schranks voll auszuschöpfen.

Für eine echte Aufwertung sorgen die SKUBB-Einsätze (Würfel aus Stoff, 33×33×33 cm, 14 Euro pro Stück). Sie unterteilen große Schrankfächer in kleine Einheiten für Socken, Unterwäsche oder Accessoires. KOMLEMENT-Schubladen (ab 45 Euro) lassen sich an den Kleiderstangen aufhängen und bieten Stauraum ohne Bohren. Wer mehrere Personen versorgen muss, kann auch einen zweiten Schrank danebenstellen und mit Scharnieren verbinden. Die Montage dauert meist einen halben Tag, bei zwei Erwachsenen ist es schneller.

Praktische Aufbewahrung im Kleiderschrank mit IKEA-Systemen

Die richtige Aufteilung: Zonen für verschiedene Kleidungsstücke

Ein gut organisierter Schrank folgt einem Zonenprinzip. Oben: selten genutzte Sachen wie Koffer, Bettwäsche oder Saisonkleidung. Hierfür eignen sich hohe Fächer oder spezielle KÖLBACK-Boxen (44×30×33 cm, 9 Euro). Mittig: alles, was täglich greifbar sein muss – Hosen, Blusen, Jacken. Verwenden Sie für Pullover Klappfächer statt Kleiderstangen, weil sie sonst ausleiern. Ein guter Richtwert ist: 30 cm Fachhöhe für gefaltete Pullover, 50 cm für Kleider. Unten: Schuhe, Taschen, Sportbekleidung. Schuhregale wie SKUBB (59×39×30 cm, 22 Euro) halten Ordnung. Typischer Fehler: zu viele Kleiderstangen auf einer Höhe – dann baumeln Kleider am Boden.

Planen Sie etwa 100 cm Kleiderstangenlänge pro Person für hängende Kleidung. Hosenbügel brauchen nur die halbe Höhe – nutzen Sie ausziehbare Hosenbänder (IKEA KOMPLEMENT, 19 Euro). Für Accessoires wie Gürtel oder Krawatten eignen sich die glatten KROKFJORD-Gürtelhalter (3,99 Euro) oder Komplement-Accessoire-Blenden (10 Euro). Auch die Innenseite der Tür ist wertvoller Stauraum: Türorganizer mit 24 Taschen kosten rund 30 Euro. Achten Sie darauf, dass der Schrank tief genug ist, damit die Türscharniere nicht knirschen. Bei einer Tiefe von 58 cm passen die meisten Organizer problemlos.

Ein Spezialfall: Kinderschränke. Mit einstellbaren Böden und niedrigen Kleiderstangen können Kinder ihre Kleidung selbst erreichen. IKEA bietet niedrige Schrankeinsätze für den PAX oder den offenen KUBB-Organizer (ab 79 Euro). Smarte Ordnungshilfen wie farbige Boxen erleichtern das Sortieren. Ein echter Erfahrungstipp: Beschriften Sie die Boxen – das spart tägliches Suchen. Vermeiden Sie zu viele Fächer, weil Kinder sonst überfordert sind. Lieber wenige große Fächer mit Körben nutzen.

Platzsparende Tricks für kleine Schränke

In vielen Altbauwohnungen sind die Schränke nur 50 cm tief. Dann helfen Auszüge: Komplement-Schubladen (60×35 cm, 50 Euro) lassen sich auf Schienen montieren und bringen Ordnung in Accessoires. Auch der vertikale Raum unter den Kleiderstangen wird oft verschenkt: Hängen Sie dort Schuhbeutel auf oder nutzen Sie schmale Körbe. Für Krawatten und Kugelschreiber gibt es Magnethalter – aber Vorsicht: Nicht an empfindlichen Stoffen. Wichtig: Standard-Kleiderstangen lassen sich auf 148 cm kürzen; auch die KOMLEMENT-Stangen sind einstellbar.

Eine platzsparende Option sind hängende Schrank-Organizer aus Stoff (SKUBB mit 6 Fächern, ca. 20 Euro). Sie benötigen keine Schrauben und eignen sich für gemietete Wohnungen. Auch der STUK-Kleiderständer für die Ecke (ab 30 Euro) nutzt tote Winkel. Wer viel Geld sparen will, kann aus zwei IVAR-Regalen und einer Kleiderstange eine DIY-Ankleide bauen. Achten Sie auf die Stabilität: Die IVAR-Böden tragen maximal 50 kg. Ein häufiger Anfängerfehler ist, zu schmale Kleiderbügel zu kaufen – die klassischen 45 cm breiten Bügel für Anzüge brauchen genug Platz.

Praktische Aufbewahrung im Kleiderschrank mit IKEA-Systemen

Beleuchtung und Accessoires für bessere Übersicht

Eine gute Beleuchtung ist essenziell, um Kleidung schnell zu finden. IKEA bietet LED-Streifen wie TRÅDFRI (60 cm, 29 Euro) oder die einfachen STORJORM-Klemmleuchten (9,99 Euro). Diese lassen sich per Fernbedienung oder App schalten. Tipp: Befestigen Sie die Leuchten an der Decke des Schranks oder unter den Böden – am besten mit Kabelbindern oder doppelseitigem Klebeband aus dem Baumarkt. Bei der Montage aufpassen: Die Kabel nicht in Schubladen quetschen. Eine Alternative sind batteriebetriebene LED-Streifen (z. B. OVALL, 5 Euro) – diese verlieren aber nach einigen Monaten an Helligkeit.

Neben Licht sorgen Spiegel an der Schranktür für mehr Komfort. IKEA bietet günstige Spiegel (KALKBRO 60×70 cm, 29 Euro), die Sie an die Tür schrauben können – allerdings halten die mitgelieferten Schrauben nur in Holz. Für Türen aus Spanplatte gibt es spezielle Dübel (5 Euro pro Set). Ein weiteres Detail: Duftsäckchen oder Lavendelsäckchen halten die Wäsche frisch, aber Vorsicht vor Motten – zerschnittene Zedernholz-Minibretter (3 Euro) sind natürlicher. Wer viel Wert auf Ästhetik legt, kann Schubladen mit Mustervorlage aus Klebefolie auskleiden (2 Euro/m²).

Smarte Haken: Kleiderhaken an der Seite des Schranks (bis 5 kg) für Jacken, die am nächsten Tag wieder getragen werden. Auch ein kleiner Abfalleimer im Schrank (z. B. KNODD, 3,99 Euro) sammelt Fusseln. Für Krawatten gibt es sogenannte Krawattenbretter – selber basteln aus einer Korkplatte (2 Euro) und Reißzwecken. Praktisch sind auch ausziehbare Hosenbänder (10 Euro). Vergessen Sie nicht die Schranktürdämpfer: die günstigen KOMPLEMENT-Dämpfer (5 Euro) vermeiden lautes Zuschlagen. Ein unterschätzter Tipp: Nutzen Sie die Rückwand des Schranks für Kleiderhaken (bis 3 kg mit geeigneten Dübeln) – so gewinnen Sie zusätzlichen Platz für Schals und Taschen.

Fazit

Mit IKEA-Systemen wie PAX oder KALLAX und durchdachten Ergänzungen lässt sich jeder Kleiderschrank optimal nutzen. Entscheidend ist die Planung: Messen Sie genau und kaufen Sie erst nach einem konkreten Zonenplan. Kleine Budgets kommen mit IVAR und einfachen Kleiderstangen aus. Vermeiden Sie typische Fehler wie zu flache Schränke für dicke Winterjacken oder zu wenige Kleiderstangen für hängende Kleidung. Die Investition in Beleuchtung und Aufbewahrungsboxen lohnt sich – sie spart tägliches Suchen und erhält den Wert der Kleidung. Letztlich gilt: Jeder Quadratzentimeter zählt, und mit den richtigen IKEA-Produkten wird der Schrank zur Wohlfühloase. Testen Sie die Montage vorab auf der IKEA-Website; das spart Zeit und Geld.

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